free-music-sheets.com

Packungsbeilage · Gebrauchsinformation für Musiker · Tonleiter

h-Moll-Tonleiter (melodisch)

Geschmeidig, bittersüß und kultiviert. Unten klingt sie nach Moll, oben nach Dur, und keine übermäßige Sekunde stört den Fluss.

  • 7 Töne
  • 4 ♯
  • Molltonleiter

1Zusammensetzung: Was enthalten ist

H – Cis – D – E – Fis – Gis – Ais

Formel
1 2 ♭3 4 5 6 7
Schritte
GT – HT – GT – GT – GT – GT – HT
Anzahl der Töne
7
Kreuze und Bs
4 ♯
Auch genannt
Jazz-Moll, aufsteigend melodisch Moll, Ionisch ♭3
StufeTonIntervallHalbtöneFunktion
1H (B)Prime0Tonika
2Cis (C♯)große Sekunde2Supertonika
♭3D (D)kleine Terz3Mediante
4E (E)reine Quarte5Subdominante
5Fis (F♯)reine Quinte7Dominante
6Gis (G♯)große Sexte9Submediante
7Ais (A♯)große Septime11Leitton

2Aussehen: Diagramme und Klang

Violinschlüssel
Bassschlüssel
Klaviertastatur
Gitarre (Standardstimmung E A D G H E)
E-Bass (E A D G)
Ukulele (G C E A)

Tipp: Klicke auf einen Ton, eine Taste oder einen Bund, um ihn zu hören. Orange = Grundton.

3Anwendungsgebiete: Wofür es verwendet wird

In der Klassik wird sie aufwärts mit erhöhter Sexte und Septime gespielt und fällt abwärts meist wie natürliches Moll. Im Jazz wird dieselbe aufsteigende Form in beide Richtungen verwendet („Jazz-Moll“), und zwar über Moll-Major-Septakkorden, Mollsextakkorden und Tonika-Mollakkorden in einer Moll-ii–V–i. Aus ihren Modi entstehen die alterierte Skala, Lydisch dominant und Lokrisch ♮2; sie ist daher die Muttertonleiter großer Teile der modernen Jazzharmonik. Sie passt auch zu Filmmusik und Fusion-Linien, die eine raffinierte, mehrdeutige Mollfarbe brauchen.

4Dosierung: So wird geübt

Zehn bis fünfzehn Minuten täglich. Spiele zuerst die klassische Form (aufwärts erhöht, abwärts natürlich) mit 60 BPM, um den Unterschied zu lernen, und übe dann die Jazz-Form mit 80–120 BPM in Achteln. Spiele sie in diatonischen Terzen und in Vierklang-Arpeggien von jeder Stufe (mMaj7, m7, maj7♯5, 7♯11, 7, m7♭5, m7♭5). Lerne auf der Gitarre Fingersätze mit drei Tönen pro Saite über das Griffbrett. Am Klavier übst du beide Formen erst getrennt, dann zusammen, und improvisierst über einem Moll-Major-Septakkord als Bordun.

5Warnhinweise und häufige Fehler

Kläre immer, welche Form ein Buch oder Lehrer meint: Klassisch melodisch Moll fällt anders ab als Jazz-Moll. Verwechsle sie nicht mit Dorisch; sie unterscheiden sich nur in der Septime (groß in melodisch Moll, klein in Dorisch). Über einem Mollseptakkord in der Funktion ii reibt sich die große Septime dieser Tonleiter; am besten funktioniert sie über Tonika-Mollakkorden. In der klassischen Form verwendest du die erhöhte Sexte und Septime nicht, wenn die Linie abwärts geht.

6Wechselwirkungen mit Akkorden, Tonleitern und Tonarten

Akkorde der Tonleiter (Dreiklänge)

StufeAkkordTöneAnhören
iHmH – D – Fis
iiCismCis – E – Gis
III+DaugD – Fis – Ais
IVEE – Gis – H
VFisFis – Ais – Cis
vi°GisdimGis – H – D
vii°AisdimAis – Cis – E

Akkorde der Tonleiter (Septakkorde)

StufeAkkordTöneAnhören
i(maj7)Hm(maj7)H – D – Fis – Ais
ii7Cism7Cis – E – Gis – H
III+maj7D+maj7D – Fis – Ais – Cis
IV7E7E – Gis – H – D
V7Fis7Fis – Ais – Cis – E
viø7Gism7♭5Gis – H – D – Fis
viiø7Aism7♭5Ais – Cis – E – Gis

Gleiche Töne, anderer Ausgangspunkt

7Weitere Packungsgrößen

Dieselbe Tonleiter von jedem Ton aus

Andere Tonleitern vom selben Ton

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie spielen. Bewahren Sie sie in der Nähe Ihres Instruments auf. Kostenlos nutzbar, druckbar und weitergebbar für den privaten und schulischen Gebrauch.